Neujahrshölle mit Weihnachtskater

Die TV-Festtage sind beendet und die leidlichen Höhepunkte sind gelaufen.
Man glaubt es kaum, aber die Suche nach dem TV-Highlight über die Feiertage verlief wie das Ende von “Raising the Bar”, einfach harmlos im Sand.
Wo war der Kracher, das festivische Fernsehbild, Dinge die einen mitreisen?
Es gibt Punkte auf die kann amn sich imemr verlassen, dazu gehört neben “Sissi” und “Der kleine Lord” auch die Entspannung am Abend mit “Die Hard”. Aber wo war der Knaller, das “Must See” der Weihnachtsunterhaltung?


Ein Lichtblick ist der Versuch die Abende mit Humor zu füllen, allerdings ist das Niveau so breit wie schauspielerischen leistungen von Anke Engelke. Deren Vorweihnachtssendung mit den Funsfichlern allerdings mal etwas Hossa in den trüben Einheitsbrei gebracht hat.
Was also nun schauen? Die ARD sendete keinen Weihnachtstatort, das ZDF keine Weihnachts-“Wetten dass…?” bei dem sich Leute 20 Zuckerstangen auf einmal in alle Körperöffnungen stecken und dann wetten sie können Thomas Gottschalk die Hunziker als Gummibären aufbinden. Es gab auch kein Weihnachts-“Wer wird Millionär”, dafür durfte Madonna das kleein schwraze nicht mit zum NDR bringen und ein ehemaliger Tagesschaumoderator hat bewiesen das er lieber Gartenzwerge sammeln sollte und nicht im Abendprogramm komsiche Fragen an noch komischere und unbekannte V-Prominenz stellen. Ja das Fernsehen hat uns im Stich gelassen an Weihnachten, oder war es doch nur die Vorhölle?

In der Tat, die Hölle gab es an Silvester! Man hatte die auswahl zwischen Chart-Show-Rückverdummung, den gespielten Witzen aus Enkelchens Witzebuch zum 12. Geburtstag, da hätte auch das Radio gereicht, man konnte sich zum xx. Mal innerhalb von 2 Wochen “3 Haselnüsse für Aschenbrödel” anschauen, DEFA-Klassiker wurden verschluckt und durch Neuinszenierungen ersetzt, die bei weitem nicht an etwas herankommt das mit Liebe gemacht wurde (“Der Teufel mit den 3 goldenen Haaren”) und zu guter letzt fehlte diesmal was sonst zu tode gesendet wurde. Kontne man sich die letzen Jahre das altbewährte “Dinner for One” an einem Silvesterabend 10mal nacheinander ansehen, gab es diesmal 3 Vorstellungen zeitlich weit versetzt. Und wer wollte kontne sich das ganze noch auf hessisch anschauen und feststellen das ein Original nicht umsonst Original ist. Casablanca würde man auch nciht neudrehen und einfach so davon kommen.

War also alle schrottwichtelreif? Mit nichten!
Überzeugen konnten einmal wieder die immertot geredeten Sender, 3Sat, ARTE und RTL II. Letzteren schaut ja keiner, ebenso wie keiner Bild liest. 3Sat überzeugte mit seinem Musik-Thementag und den Konzerten und brachte als einziger Sender etwas Stimmung in die Bude, ohne mit spätrevoltierenden Endzeitvierzigern Schneeballwerfen auf Plastikbäume durchführen zu müssen.
Aber was solls, wir alle wollten am Ende ja lieber das Feuerwerk aus Berlin auf der ARD sehen, als aussen in diesem Ding das sich Welt nennt selbst was abzufeuern oder das ganze in frischer Natur zu erleben. Da gröhlt dann wenigstens nur jemand ins Mikrofon, statt neben uns.
Alleine trinken macht eh viel mehr Spaß wenn wir alle soweit Rückverdummt sind, dass wir K11 zurückwollen. Schließlich müssen irgendwelche Komissare ja bei kalwass ermitteln wer der Vater von den gescholtenen Schulkindern ist, die gerade ein abby im fernsehen bekommen und in einem Sturm der Liebe untergehen…

bitte liebes TV, nimm Dir einen Vorsatz und halte ihn:
WERDE BESSER!

Neujahrsgrüße mit und so,
Kuxn

PS: Es wird nicht besser, die Twilight-Junkies könenn sich jetzt der Vampire Diaries erfreuen, die leider mehr Erfolg als True Blood hat, dafür aber MTV-Qualität statt Serienqualität mit sich bringt.